TX001 · Fußnote 09 · Routeneintrag 7 von 26
Klick Kino · das letzte Ladenkino
Das Klick ist eines der letzten Berliner Ladenkinos – und der Auftakt zur Geschichte der geheimnisvollen Sängerin Undine von Blankenschiff.
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Derzeit auf Englisch · 2:12
Die deutsche Aufnahme folgt später. Bis dahin bleibt hier die englische Fassung.
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Worte, die die Route trägt
Deutsche Textfassung
Ein paar Türen weiter, auf der linken Seite, versteckt zwischen Wohnblöcken und einer unscheinbaren Eisdiele, befindet sich das Klick Kino und Café, eines der kleinsten und ältesten erhaltenen Kinos Berlins.
Fahren Sie geradeaus fort, während ich Ihnen davon erzähle.
Dies ist das, was wir in Berlin ein Ladenkino nennen. In den Siebzigern, als diese Gegend eher ein Rotlichtviertel war, war es zudem ein Pornokino. Aber das lassen wir erst einmal beiseite.
Eigentlich hatte ich eine ganze Geschichte über die Kinos der Weimarer Republik vorbereitet. Stattdessen nutze ich die verbleibenden 281 Wörter bis zur nächsten Station, um euch von einer Frau zu erzählen, die nicht weit von hier am Gierkeplatz lebte, unweit des Schlosses Charlottenburg.
Ihr bürgerlicher Name war Kunigunde Orlamünde, aber sie nannte sich Undine von Blankenschiff. Im Juni 1998 schaffte sie es mit der Single „Ballade der ertrunkenen Braut“ auf Platz 79 der deutschen Top 100. Ich weiß das, weil ich einmal eine Kassette in dem Gebrauchtplattenladen gekauft habe, zu dem ich euch als Nächstes führe.
Es ist schwer, ihre Musik zu beschreiben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Urheberrechtsprobleme bekomme, wenn ich sie hier einfach vorspiele. Ich riskiere es trotzdem und spiele euch ein kurzes Sample vor – in der Hoffnung, nicht vom Nachlass verklagt zu werden.