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Das KLO, die Toilettenbar und was George Foreman über Zwerge wusste
Die KLO-Depesche: eine Toilettenbar, ein berühmter Gast und die Zwerge.
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Berlin Footnote · TX002
Charlottenburg · Eine Übertragung entsteht
Unser nächster Spaziergang beginnt in einer Toilettenbar.

Absichtlich falsch abgebogen
Seit 1971 macht Das KLO aus dem Kneipenabend einen kleinen Angriff auf die Fassung: kippende Hocker, eigensinniges Mobiliar, unerwartetes Wasser. In der Leibnizstraße 57 lockert das respektable Charlottenburg seinen Kragen.
Ein passender Ort für Agnes von Witzleben, die nächste Berlin-Fußnote-Übertragung zu eröffnen. Von diesem lebendigen Kuriositätenkabinett führt der Weg in ein Viertel aus Cafétischen, Mietzimmern, Zeichnungen, Gerüchten und Exil. Wer bekommt einen Raum? Wer ein Publikum? Wer darf eine Spur hinterlassen?
Das Romanische Café kommt später. Bevor seine verschwundenen Tische wieder zur Legende werden, schauen wir auf die Menschen und ihre Arbeit, die eine Kulturszene lebendig hielten.

Zwei Depeschen aus dem KLO-Erzählstrang
Zwei veröffentlichte Shorts als Einstieg. Die Iowa-Folge ist ein erzählerischer Abstecher; die Spazierroute bleibt in Berlin.

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Die KLO-Depesche: eine Toilettenbar, ein berühmter Gast und die Zwerge.
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Die Geschichte verlässt Charlottenburg. Ein surrealer amerikanischer Abstecher aus dem KLO-Erzählstrang.
Auf YouTube ansehen ↗Menschen, denen wir unterwegs begegnen
Wielandstraße 15
Ein Leben in Farbe, Text und Musik. Am früheren Wohnhaus ihrer Familie stellt Leben? oder Theater? die Frage, wer ein Leben erzählen darf und was von seiner Stimme bleibt.
Walter-Benjamin-Platz
Der Name eines Philosophen auf einem Platz; die Widersprüche der Stadt unter den Füßen. Zwischen dem Gedenken an einen Denker und dem Versuch, mit ihm sehen zu lernen, liegt unsere Spur.
Spazieren in Berlin
Hessel gibt dem Spaziergang seinen langsameren Puls: eine Straße durch Türen, Schaufenster und scheinbare Nebensachen lesen. Sein Berlin verlangt einen zweiten Blick.
Galerie Nierendorf
Krieg, Körper und ein Blick, der nicht schmeichelt. Dix führt uns zum gedruckten Bild und zur Arbeit einer Galerie, die unbequeme Kunst in die Welt bringt.
George-Grosz-Platz
Bürgerliche Anständigkeit unter einer erbarmungslosen Feder. Vom Platz, der seinen Namen trägt, fragt Grosz’ Satire, was eine gut gekleidete Stadt lieber übersehen lassen würde.
Meinekestraße 6
Ehrgeiz, Geld und die Kunst, jemand zu sein. Keuns hellwache Frauen bewegen sich durch eine Stadt, die Glanz verkauft und die Rechnung hinterherschickt.
Fasanenstraße 72
Lev Nussimbaum, Essad Bey: ein Leben, im Druck entworfen und immer wieder umgeschrieben. Hier trifft Selbstinszenierung auf Exil, literarischen Ruhm und die Gefahr, von anderen eingeordnet zu werden.
Savignyplatz · Kurfürstendamm
Büroalltag, Mietzimmer, eine Frau am Rand der Szene. Gedicht und Zeichnung geben den Boulevard an die Menschen zurück, die in ihm leben müssen.



Ein Blick auf die Arbeitsroute
Rund 5,4 km durch Charlottenburg und die City West. Dies sind ausgewählte Abschnitte der aktuellen Route, die weiterentwickelt wird.
Der geführte Termin hat eigene Treffpunktangaben; bitte vor der Anreise im Kalender nachsehen. Für einen Besuch im KLO gelten die aktuellen Öffnungszeiten der Bar. Klo.de ↗
Leibnizstraße 57
Der Auftakt. Ein Raum, der aus dem Verlust der Fassung ein Ereignis macht.
Salomon · Mommsenstraße · Grosz
Von öffentlicher Inszenierung zu öffentlicher Erinnerung: ein Platz, ein Wohnhaus, ein Name im Straßenraum.
Kaléko · Bücherbogen · Lilith · Amerika Haus
Bücher, Warteräume, Galerien und die Menschen, die Kultur im Umlauf halten.
Mammen · Baker · Essad Bey · Keun
Bühnen und Ateliers, erfundene Identitäten und die Leben dahinter.
Breitscheidplatz
Die Route endet an einem verschwundenen Raum und bei der Frage, an wen man sich an seinen Tischen erinnern wird.
Und warum die 2030er?
„Entartete Kunst“ war ein Begriff der nationalsozialistischen Verfolgung. Unser Titel wendet diese Sprache als Frage an Agnes’ vorgestelltes Zukunftsarchiv: Welche Stimmen werden als Nächstes willkommen geheißen, verspottet, zum Schweigen gebracht oder falsch abgelegt? Die Geschichte ist real; die Zukunft bleibt eine unbequeme Einladung zum Nachdenken.
Feldfotografie: Berlin Footnote / Daniel Scheimberg. Routenvorschau nach der aktuellen TX002-Arbeitsroute; der vollständige Audio-Walk ist in Produktion. Die beiden Videos sind die veröffentlichten YouTube-Fassungen von Berlin Footnote.